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Warum der Begriff Klimawandel irreführend ist

Das in-manas-Team den Spuren des Megatrends
ENERGIE, KLIMAWANDEL & NACHHALTIGKEIT

 

Vier Inspirationshebel für Wirtschaft & Wissenschaft, damit mehr Bewegung in die "Sache" kommt


Der Klimawandel bedroht zunehmend unseren Planeten. Immer mehr Menschen engagieren sich für Umweltschutz, nachhaltige Lösungen und faire, biologische sowie regionale Produkte. Und auch politische Institutionen passen die rechtlichen Rahmenbedingungen und Fördermaßnahmen "nach und nach" an, um die Ressourcenschonung und Emissionsreduktion zu fördern. Das ist auch gut so und vor allem: höchste Zeit! Warum? Weil wir es in Wahrheit mit keinem Klimawandel zu tun haben, sondern mit einer Klimakrise. Der Begriff "Klimawandel" ist also irreführend und vermittelt ein falsches Sicherheits- und Dringlichkeitsgefühl. 


Vor allem Menschen, die unsere Klimakrise verharmlosen oder sogar leugnen wollen, benutzen den Begriff Klimawandel. Er ist wertfrei und klingt so, als würde sich das Klima von alleine verändern. Dabei ist unsere Klimakrise existenzbedrohend und menschengemacht.  
 

Diesen Satz haben wir von Neue Narrative entnommen - dem Magazin für neues Arbeiten. Die jüngste Ausgabe (im Übrigen wieder absolut lesenswert) beschäftigt sich mit dem Thema Wirksamkeit. "Du bist wirksam" - lautet das Motto. Und genau das wollen wir mit unseren ausgewählten Innovationsbeispielen zum Ausdruck bringen. Nicht nur jeder einzelne von uns, sondern auch jedes Unternehmen bzw. jede Institution kann und soll wirksam sein. Viele sind bereits "auf dem Weg". Aber manche benötigen vielleicht noch einen kleinen "Inspirationshebel" - oder auch vier - um zu sehen, wie Wirtschaft & Wissenschaft etwas bewegen und bewirken könnten.

 


INSPIRATIONSHEBEL 1
Alte Plastik-Flaschen für günstigere Stromversorgung von E-Autos


Um dem Klimawandel - vielmehr der Klimakrise - entgegenzuwirken, gibt es mittlerweile zahlreiche innovative Ansätze. Dazu gehören auch Kreislaufwirtschaft-Konzepte, bei denen zum Beispiel altes Plastik in neuen Produkten zum Einsatz kommt. Nun ist es Forschern der University of California gelungen, „zwei Fliegen mit einer Klappe“ zu schlagen, indem sie für die nach wie vor teure Stromversorgung von Elektroautos gebrauchte PET-Flaschen in Batterien verwandeln, die jene Energie speichern, die beim Bremsen entsteht. Dafür lösten die Wissenschaftler die geschredderten Flaschen in einer Flüssigkeit auf. Daraus wurden dann mithilfe eines Verfahrens, bei dem ein starkes elektrisches Feld zum Einsatz kommt, Nanofasern „gesponnen“. Diese „Fäden“ wurden in weiterer Folge in einem Reaktor erhitzt, so dass im Ergebnis Kohlenstofffasern entstanden, die Strom leiten. Im nächsten Schritt wurde mithilfe eines Bindemittels eine Folie produziert. Diese wurde eingerollt und mit Elektrolyten ausgestattet. Und schon war sie fertig - die neue „Super-Batterie“, die Strom extrem schnell speichern kann. Nun arbeiten die Forscher an einer Verbesserung der Flüssigkeit zur Auflösung der geschredderten PET-Flaschen, um die Leitfähigkeit der Fasern zu erhöhen. Stickstoff, Phosphor und Bor scheinen diesbezüglich vielversprechend zu sein. 


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INSPIRATIONSHEBEL 2
Reisschalen dienen der Stromerzeugung


Weltweit fallen bei der Reisernte ca. 85 Millionen Tonnen Reisschalen an. Anstatt diese wiederzuverwerten, werden sie aber meist einfach als Abfall entsorgt. Das Projekt CARE, an dem auch das Fraunhofer Institut beteiligt ist, will dies nun ändern. Das Projekt sieht vor, Reisschalen biotechnisch zu verwerten und für die Stromerzeugung zu nutzen. Da es sich bei den Schalen um organischen Abfall handelt und der Feuchtigkeitsgehalt sehr gering ist, eignen sie sich als idealer Energielieferant. Bei der entwickelten Methode werden die Reisschalen pelletiert und danach in speziellen Biomassevergasern behandelt. Dabei können die brennbaren Gase, welche in den Vergasern entstehen, in Energie umgewandelt werden. Die Reisabfälle werden dadurch zu einem wertvollen Rohstoff. Besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern, wo Strom oft mithilfe von Dieselmotoren erzeugt wird, wären sie eine umweltfreundliche Alternative, da bei der Stromerzeugung mit Reisschalen nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wird, wie die Pflanze vorher aus der Luft gefiltert hat. Von der deutlich umweltschonenderen Methode könnte auch Europa profitieren, denn auch in vielen südeuropäischen Ländern werden jährlich bis zu drei Millionen Tonnen Reis geerntet. Die Reisschalen werden bis jetzt auch hier als Abfall entsorgt.
 

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INSPIRATIONSHEBEL 3
Schwimmender Roboter prüft Wasserqualität kleiner Binnengewässer


Binnengewässer spielen im globalen Kohlenstoffkreislauf eine wichtige Rolle, doch die tatsächlichen Immissionen und Emissionen - vor allem von kleineren Gewässern - lassen sich meist nicht genau feststellen. Der Prototyp eines Mini-Katamaran-Robotersystems, der mit Sensoren wie Thermometern und pH-Messgerät ausgestattet ist, soll hier eingreifen. Mithilfe der erfassten Daten und eines Sonars zur Abbildung des Untergrunds werden Rückschlüsse auf den ökologischen Zustand der Gewässer ermöglicht. Die Plattform soll sich vollständig autonom steuern können, mit einer Kollisionsprävention unter und über dem Wasser ausgestattet sein und automatisiert Umwelt- und Geodaten an eine Basisstation in Echtzeit übermitteln. Die Basisstation am Ufer wird die erhaltenen Informationen anschließend mithilfe von künstlicher Intelligenz und 3D-Visualisierung aufbereiten. Ein zukunftsnahes Projekt des Roboter-Umweltmonitoringsystems soll unter anderem die Messung der Bodenatmung im Amazonasbecken sein. 
 

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INSPIRATIONSHEBEL 4
Hanf-Faserverbundwerkstoff ermöglicht besonders leichte Flugzeuge und E-Autos



Wenige andere gewachsene Substanzen können dem Hanf das Wasser reichen, wenn es um die Vielseitigkeit der Anwendung geht. Kanada ist eines der Länder, welche die profitable Nutzung dieser Pflanze aktiv fördern, das Ergebnis sind wegweisende Innovationen. Die Unternehmensgruppe Hempearth hat jüngst das erste Flugzeug erfolgreich getestet, dessen Rumpf und Tragflächen vollkommen aus einem hanfbasierten Faserverbundwerkstoff bestehen, während der Motor mit Biokraftstoff aus Hanf läuft. Dieser Werkstoff, der vom Hersteller bereits bei Surf- und Paddelbrettern eingesetzt wird, ist zehnmal fester als Stahl, leichter als Aluminium und Fiberglas und auch elastischer. Während Hempearth als nächstes Ziel erforscht, in welchem Umfang Glasfiber durch den Hanfwerkstoff ersetzt werden kann, betreibt das kanadische Unternehmen Motive Industries die Serienreife eines viersitzigen Elektroautos, dessen Karosserie ebenfalls vollkommen aus Hanffasern besteht. Das Material wird umweltschonend hergestellt, spart durch das geringe Gewicht Antriebsenergie und schützt die Insassen besser bei Unfällen. Das „Kestrel“ genannte Projekt ist nicht das erste, das sich vornahm, ein Auto aus Faserverbundstoffen zu bauen: Bereits in den 1940er Jahren stellte Henry Ford einen Prototypen vor, der angeblich – Wagen und Baupläne sind nicht mehr erhalten – aus Soja- und Hanffasern bestand, ebenfalls um ca. 35% leichter war und mit Hanf-Biosprit lief. Es existiert ein Filmausschnitt, in dem Ford eine Motorhaube zerbeult, die selbstständig wieder ihre ursprüngliche Form annimmt.

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II

 


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So - nun ist aber genug 'gefaselt' - jetzt ist es Zeit, 'alle Hebel in Bewegung zu setzen', um der Klimakrise mit starken Lösungansätzen die Stirn bieten zu können. Bleibt nur noch zu sagen: Ärmel hoch und los geht's!

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