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Unternehmen müssen mehr auf "Wir-Qualitäten" setzen!

Ruderboot mit Mannschaft

Klaudia Weber auf den Spuren des Megatrends: 
ARBEITS- UND LERNWELTEN DER ZUKUNFT

Kollaboration in Netzwerken | Neue Arbeitsmodelle & -formen

Der Abschied von der Ich-Kultur


"IQ steht für Intelligenz-Quotient und heißt auch: Nutze deine Intelligenz und werde erfolgreich. Deine Ich-Qualitäten siegen. WeQ steht hingegen für Wir-Qualitäten und bedeutet: In der Gemeinschaft sind wir intelligenter, leistungsstärker und nachhaltiger", so Peter Spiegel in seinem Buch WeQ more then IQ. Abschied von der Ich-Kultur. Vielleicht stellt dieses Buch auch für Sie eine passende (Spät-)Sommerlektüre dar? Ich bin jedenfalls "auf den Spuren von New Work und New Learning" darauf gestoßen. Die Kernaussage?



IQ alleine reicht nicht mehr aus!

Für Peter Spiegel "... ist der Umstieg der Gesellschaft in den WeQ-Modus der neue Megatrend. Ob freie Lernsoftware, Design Thinking oder Share Economy – überall offenbaren Wir-Qualitäten bestechende Potenziale, die ein 'Ich-Denken' als überholt entlarven: Kunden entwickeln Produkte weiter, Laienteams erweitern Expertenwissen, Social-Business-Konzepte erobern Theorie und Praxis und machen deutlich, dass Wir-Qualitäten zu Ergebnissen führen, die so überzeugend sind, dass sie nichts weniger bedeuten als einen universellen Kulturwandel, der uns in jedem Lebensbereich emanzipieren wird." Oder anders formuliert: In der Gemeinschaft sind wir intelligenter, leistungsstärker und nachhaltiger. Denn WeQ steht für: [1]

  • Team und Prozess
  • Austausch auf Augenhöhe
  • Lernen in Gemeinschaft
  • Beteiligung und Integration 
  • Potentialentfaltung
  • Wissensvernetzung
  • Ergebnissoffenheit
  • und ... und ...und

Ziemlich gute "Punkte" - ganz im Sinne von New Work und New Learning -, wie offensichtlich nicht nur ich finde. Auch Thomas Jenewein (SAP) ist davon überzeugt, dass man durch Vernetzung viel besser mit dynamisch veränderten Herausforderungen umgehen kann.

Das Wissen und die Erfahrung mehrerer Personen helfen schneller und besser bei der Lösung komplexer Probleme - WeQ wird wichtiger als IQ.

Thomas Jenewein, SAP

In seinem - im Übrigen sehr lesenswerten - Beitrag Lernen im digitalen Zeitalter beschreibt er sehr anschaulich, welche Treiber für ein Umdenken im Bereich Lernen & Arbeiten sorgen (müssen!). [2]
 

In der Strategiearbeit ist WeQ noch nicht "richtig" angekommen

Was sich beim Corporate E-Learning bzw. auch in der Innovationsarbeit bereits durchgesetzt hat, weil in diesen Bereichen kooperative und kollaborative Ansätze nahezu "selbstverständlich" für die Erzielung besserer und variantenreicherer Ergebnisse eingesetzt werden, scheint "in Sachen Strategie" noch nicht so richtig angekommen zu sein. Dabei würden insbesondere die Möglichkeiten der Digitalisierung großartige Chancen bieten, im Team zu besseren und nachhaltigeren Lösungen - auch im Sinne eines Social Impact Business - zu gelangen, indem interne und externe Wissensträger mithilfe einer entsprechenden Prozesslogik in die Strategiearbeit eingebunden werden.

Tatsache ist jedoch: Strategiearbeit findet nach wie vor zu oft im stillen Kämmerchen - ohne Einbindung relevanter Schlüsselpersonen und ohne Blick auf das "große Ganze" - statt.

Die Strategiearbeit der Zukunft erfordert definitiv mehr WeQ. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema 'lohnt' sich in jeder Hinsicht.

in-manas

Übrigens: Wer das Buch WeQ more then IQ. Abschied von der Ich-Kultur bereits kennt, kann sich im Sommer auf das aktuelle Buch von Peter Spiegel konzentrieren, das mit Anfang August 2019 im Buchhandel erschienen ist: WeQ Economy – Wege zu einer Wirtschaft für den Menschen[3]
 

In diesem Sinne dürfen wir einen "erlesenen" Sommer bzw. Herbst wünschen.

II


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QUELLEN UND LESETIPPS:

[1] Spiegel,  P. (2015). WeQ more then IQ. Abschied von der Ich-Kultur. München: oekom

[2] Jenewein, T. (2017). Lernen im digitalen Zeitalter. Der Artikel erschien auch  im März 2018 im Fachbuch “Digital HR”.

[3] Spiegel, P. (2019). WeQ Economy – Wege zu einer Wirtschaft für den Menschen. München: oekom

Die Autorin

Foto: Klaudia Weber
Klaudia Weber
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Klaudia gibt uns regelmäßig "in-sights" rund um die Themenbereiche "New Work", "New Learning", "Nachhaltigkeit", "Neue Lebensstile" und "Neue Geschäftsmodelle" - nicht nur im Rahmen dieser Blogbeiträge, sondern auch, indem sie unseren Innovationskompass laufend mit den jüngsten Trends und Innovationen anreichert. Außerdem denkt und schreibt die "gelernte" Sozialpädagogin gerne "outside the box" und tauscht sich dazu immer wieder mit Experten und Vordenkern aus den unterschiedlichsten Disziplinen aus: angefangen von Soziologen und Philosophen bis hin zu Gehirnforschern.