Über Out-of-the-Box-Innovationen mit Biss

Offene Schachtel mit Blick in den Himmel


Drei unkonventionelle An- und Vorsätze: zum sofortigen Umsetzen 

in-manas auf den Spuren von Innovationen rund um den Megatrend „Energie, Klimawandel und Nachhaltigkeit


Gehört Ihr Unternehmen auch zu denen, die sich immer wieder für Neues begeistern lassen? Ja? Dann ist unser heutiger Beitrag vielleicht genau in Ihrem Sinne. Wir haben hier drei innovative Ansätze für Sie, die um unkonventionelle Nutzungen bekannter Objekte kreisen. Möglicherweise ist das alles auch für Sie als Privatperson interessant, weil Sie sich vorgenommen haben, im neuen Jahr nachhaltiger zu leben und mehr „Out-of-the-Box-Denken“ bzw. eine „tiefgründigere“ Herangehensweise im Umgang mit unseren Umweltherausforderungen an den Tag zu legen? Mit den Beispielen aus unserem Innovationskompass sollte Ihnen das gelingen – und zwar wörtlich gemeint. 


Hier erfahren Sie:

  • warum Christbäume, die traditionsgemäß spätestens am 2. Februar zu Mariä Lichtmess entsorgt werden, durchaus auch verspeist werden können – gut möglich, dass dies für Hobbyköche wie für Gourmetküchen spannend wird.
  • wie Onlinehändler, aber auch Logistiker und Privatkunden im neuen Jahr mit „alten Schachteln“ und einem ausgeklügelten Kreislaufsystem für eine bessere Ökobilanz sorgen könnten.
  • wie sich leerstehende Tiefgaragen ohne Zusatzinstallationen und Umweltkosten zum Anbau von Pilzen, Chicorée und Mikrosprossen eignen, was selbst in kalten Wintermonaten eine Nahversorgung in Großstädten ermöglichen soll.


Gourmetküche: Weihnachtsbäume nicht verheizen, sondern verspeisen?

Haben Sie sich im neuen Jahr auch vorgenommen, einen stärkeren Fokus auf Wiederverwertung und Nachhaltigkeit zu legen? Dann können Sie sogleich bei Ihrem Christbaum beginnen und sich zum Baumgourmet entwickeln. Denn wenn es nach Artur Cisar-Erlach geht, Waldökologe und Buchautor, können mit Ausnahme der giftigen Eibe alle Nadelbäume – oder zumindest Teile davon – verspeist werden. Das Geschmackserlebnis sei ein harzig-fruchtiges: So schmecke eine Tanne beispielsweise ein wenig nach Orange, eine Kiefer hingegen eher nach Zitrone. Die Ideen reichen vom schmackhaften Nadelpesto über Kräutersalz bis hin zum wärmenden Tee. Für Letzteren muss man einfach einen Zweig mit mehreren Nadeln vom Baum nehmen, mit heißem Wasser übergießen und ziehen lassen. Selbstverständlich müssen für sämtliche Rezepte unbehandelte Bäume verwendet werden – also solche, die weder mit Kunstdünger noch mit Pestiziden behandelt wurden. Vielleicht nicht nur für Hobbyköche, sondern auch für so manches Haubenlokal eine Anregung für ein winterliches Nachweihnachtsmenü? [1]


Ausgeklügeltes Kreislaufsystem bei Versandkartons für bessere Ökobilanzen

Tag für Tag werden rund um den Globus tonnenweise Pakete verschickt. Allerdings landet ein Großteil des Verpackungsmaterials im Müll, obwohl viele Kartons noch in gutem Zustand sind. Das muss sich ändern, dachten sich die Gründer von SendMePack und führten ein Mehrwegsystem für Versandkartons ein. Damit können Onlinehändler, aber auch Logistiker und Privatkunden gebrauchte Versandverpackungen in allen gängigen Größen erstehen, was ihre CO2-Bilanz verbessert und Ressourceneinsparungen bedeutet. Denn jede Entscheidung für SendMePack verhindert die Verwendung einer neuen Verpackung, sodass manch ein Baum erst gar nicht gefällt werden muss. Außerdem fällt bei der Herstellung von Kartons viel CO2 an. Gekennzeichnet sind die SendMePack-Boxen mit einem Label, anhand dessen der Empfänger erfährt, warum die Versandverpackung möglicherweise etwas lädiert aussieht und welche Idee dahintersteht. Für diese „Aufklärungsarbeit“ wird auch ein QR-Code angebracht, der das eingesparte CO2 beziffert. Außerdem wird getrackt, in welcher Stadt die einzelnen Kartons bereits waren. Der Kreislauf wird geschlossen, indem die Endkunden die Kartons bei Kooperationspartnern abgeben. Dort sind Mitarbeiter von SendMePack dafür zuständig, das Material zu prüfen, aufzubereiten und erneut mit einem Label und einem QR-Code zu versehen. Und schon kann der Karton wieder auf Reisen gehen. [2]


Landwirtschaft „im Untergrund“: Tiefgaragen bieten perfekte Anbaubedingungen

Tiefgaragen als „Brutstätten“ für Pilze, Chicorée und Mikrosprossen statt als „Raststätten“ für Autos? Warum nicht, hat sich Cycloponics gedacht, ein Start-up, das sich auf die Umwandlung ungenutzter Unterführungen und brachliegender Parkflächen spezialisiert hat und damit für produktive Biobauernhöfe inmitten von Städten sorgt. Das Unternehmen will unter anderem dem Missstand entgegenwirken, dass Gemüse oft Tausende von Kilometern zum Endverbraucher zurücklegen muss. Warum sich das Unternehmen ausgerechnet auf Tiefgaragen fokussiert hat? Mit einer relativ konstanten Temperatur von circa 19 Grad Celsius bieten sie perfekte Bedingungen für den Anbau von Pilzen und anderen Pflanzen, ohne dass zusätzliche Umweltkosten für die Installation und den Betrieb von Heiz- oder Kühlsystemen anfallen. Auch die schattige Atmosphäre kommt den Pflanzen zugute. Denn Pilze brauchen wenig Licht, um zu wachsen, und Endivien können sogar in vollständiger Dunkelheit gedeihen. Um die Mikrosprossen „kümmert“ sich lediglich ein energieeffizientes LED-System. Alle Gemüsesorten sind trockenheitsresistent, was einen geringeren Wasserverbrauch ermöglicht. Ein Best-Practice-Beispiel für alle, die Urban Farming ernsthaft und „tiefgründig“ betreiben wollen. [3]
 

In diesem Sinn wünschen wir Ihnen weiterhin viel Biss und Fantasie für Ihre Nachhaltigkeits- und  Innovationsarbeit. 

Ihr in-manas-Team

II

QUELLEN UND VERTIEFUNGSTIPPS

[1] Der Christbaum als Geschmackserlebnis

[2] Das Start-up SendMePack rettet Versandkartons und schont so die Umwelt

[3] Farming in the dark - Cycloponics

 

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