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Tourismus, Gastronomie und Wellness neu gedacht

Frau mit Gedankenwolke

in-manas auf den Spuren von Innovationen rund um den Megatrend „Neue Geschäftsmodelle“
 

Drei Beispiele, die zeigen, wie man in besonderen Zeiten mit besonderen Maßnahmen neue Kundenbedürfnisse erfüllen kann


Die Tourismusindustrie zählt zu den Branchen, die weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie getroffen wurden. Nach der Krise wird dieser Bereich mit einem gestiegenen Sicherheits- und Vertrauensbedürfnis der Menschen zu kämpfen haben. Egal, ob Urlaub oder Geschäftsreise: Die Zukunft des Tourismus wird zur Qualitätsfrage, und die Parameter werden andere sein. [1] Doch auch im Hier und Jetzt stößt man immer wieder auf „findige“ und kreative Überlebenskünstler, die besondere Maßnahmen ergreifen. Dabei handelt es sich um Ansätze, die unserer Meinung nach auch unabhängig von Corona ein innovatives Geschäftsmodell darstellen und den neuen Bedürfnissen der Menschen entgegenkommen. Unsere Innovation Scouts haben sich auf die Suche gemacht, um Ihnen mit drei Best-Practice-Beispielen ein paar Impulse zu geben.



Impuls 1

FÜR GASTSTÄTTEN UND RESTAURANTS
Statt bestellen selber kochen ist innovativ – wenn man weiß, wie

Wenn Gaststätten und Restaurants geschlossen sind, bleiben im Prinzip zwei Möglichkeiten: selber kochen oder liefern lassen. Eine Kombination aus beiden bietet nun das Wiener Start-up HolyRecipe seinen Kunden, die neben den Speisen auch in den Genuss einer meisterhaften Koch-Lehrstunde kommen. Man wählt online ein Restaurant und ein von diesem angebotenes Gericht. Geliefert werden aber nur die Zutaten, gekocht wird das Essen vom Besteller selbst, indem dieser dem Küchenchef des Restaurants per Video auf die Finger sieht und das Ergebnis 1:1 nachkocht. In der mitgelieferten Kochbox findet man alle frischen Zutaten, und wie es sich für eine solche Privatstunde gehört, erfährt man praktische Tricks und Kniffe, die sonst nur Profis beherrschen. Wenn am Ende auch nicht immer das perfekte Dinner steht, ist damit doch ein außergewöhnliches Kocherlebnis garantiert – besonders in Zeiten des Corona-Lockdowns eine willkommene Ablenkung. Dass dies stets ein besonderes Ereignis bleibt, dafür sorgt die Vorlaufzeit von 2 Tagen von der Bestellung bis zur Lieferung und der Preis, der deutlich über dem „durchschnittlicher“ Essenslieferungen liegt. Doch das Modell eröffnet den Partnerrestaurants eine zusätzliche Bühne, die die Lockdown-Periode überbrückt, neue Kunden gewinnen hilft, diese an sie bindet und neugierig macht, wie die Gerichte schmecken, wenn sie tatsächlich meisterhaft zubereitet werden. [2]


Impuls 2

FÜR SAUNEN UND WELLNESS-HOTELS
Corona-angepasstes, selbstfahrendes Saunaboot wartet auf Ausfahrt

Saunafans dürfen sich freuen. Das gläserne Saunaboot in Sinsheim im Nordwesten Baden-Württembergs wartet nur darauf, endlich in Betrieb genommen zu werden. Die Gäste können dann mitten auf dem Wasser „sitzen und schwitzen“ – umgeben von 400 malaysischen Palmen, die für ein angenehmes Tropengefühl sorgen. Große Panoramascheiben ermöglichen einen „vielseitigen“ Ausblick. Das zwölf Tonnen schwere Boot soll direkt über den Sauna-Bereich betreten werden können und dann völlig autonom über den thermeneigenen Natursee und wieder zurück navigieren: insgesamt 200 Meter.  Die Fahrt ist für 15 Minuten anberaumt, was der Dauer eines Sauna-Gangs entspricht. Momentan bereiten sich die Saunameister auf die Aufgüsse vor, die direkt auf dem Boot gemacht werden sollen. Allerdings soll aus Sicherheitsgründen – coronabedingt – nicht mit einem Handtuch gewedelt werden. Stattdessen werden Eiskugeln mit holzigen Duftessenzen auf den Ofen gelegt. Konzipiert wurde das Boot noch vor dem Ausbruch der Pandemie für 25 Personen. Mit reichlich Abstand sind es noch sechs bis acht Personen, die zeitgleich auf einem Boot Platz nehmen können. Geplant ist, dass im Voraus per App ein Zeitfenster für die Nutzung des Saunaboots ausgewählt werden kann. Die Idee für das Saunaboot wurde durch die Saunakultur in Schweden inspiriert. [3]


Impuls 3

FÜR LIEFERSERVICES DER ETWAS ANDEREN ART
Lieferservice unterstützt Sozialsein in Lockdown-Zeiten

„Getrennt, aber zusammen – gemeinsam essen verbindet.“ So lautet das Motto des neu lancierten Konzeptes „Straat-Maal“ eines niederländischen Restaurants. Straat-Maal steht in etwa für „Straßenessen“. Dabei geht es darum, mit den Nachbarn in angebrachter sozialer Distanz – nämlich „digital“ – Zeit bei einem gemeinsamen Essen zu verbringen. Diese neue Vermarktungsstrategie ist nicht die erste von einer Reihe von Ideen, die die Einschränkungen durch Corona im Gastro-Bereich hervorrufen. Bisher bot das Restaurant keinen Lieferservice an, nun gibt es diesen sogar kostenfrei, wenn mehr als zehn Gerichte in die gleiche Straße bestellt werden. Die Mahlzeiten werden zu dem „Veranstalter“ des Essens geliefert, wo diese abgeholt werden können. Die Nachbarn setzen sich dann in ihren eigenen Häusern, aber zur gleichen Zeit an den Esstisch und verbinden sich per Zoom, um gemeinsam zu essen. Das angebotene Paket wird abgerundet von einer Playlist, die über den Musikanbieter Spotify abgerufen werden kann, und einer Tüte „Gesprächsstoff“ (gespreksstof) mit kurzen, hilfreichen Stichpunkten, worüber man sich während des Essens unterhalten kann. Die Chance, endlich mal die Nachbarn kennenzulernen? [4]


Der Reset, der durch die Coronakrise ausgelöst wurde, hat uns zum Nachdenken gezwungen. Vielleicht kann damit zugleich der Boden für neue, nachhaltige Wege im Tourismus bzw. in der Gastronomie geebnet werden: sowohl global als auch lokal. Wie wünschen Ihnen jedenfalls viel Energie für Ihren neuen Weg.

Ihr in-manas-Team


 

QUELLEN UND LESETIPPS

[1] Zukunftsinstitut: Tourismus nach Corona: Alles auf Resonanz! 

[2] HolyRecipe: Wiener Startup bringt Restaurant-Kochboxen mit Chefkoch-Video 

[3] Badewelt Sinsheim lässt weltweit erstes selbstfahrendes Saunaboot zu Wasser

[4] Dutch restaurant launches socially-distanced neighborhood dinners

 


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