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Warum die Zukunft bereits jetzt stattfindet!

Vogelschwarm in Pfeilform

in-manas auf den Spuren neuester Trends 
für eine bessere Zukunft


Past perfect? Present tense? Future now!


Gerade zu Beginn eines neuen Jahres machen wir uns häufig Gedanken über die vergangenen zwölf Monate. Was war gut? Was war weniger gut? Wohin soll die „Reise“ in Zukunft gehen? Heuer stellen sich die meisten von uns wohl ganz andere Fragen als in den Jahren zuvor – sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext. Denn die Welt wurde durch ein kleines Virus aus der gewohnten Bahn geworfen. Keine Angst: Wir arbeiten an dieser Stelle nicht die vergangenen Monate „coronatechnisch“ auf. Vielmehr geht es uns darum, zukunftsorientierte Lösungsansätze für unterschiedliche Herausforderungen unserer Zeit aufzuzeigen, um Unternehmen für ihre Innovationsarbeit zu inspirieren.


Eines lässt sich mit Gewissheit sagen: Die Vergangenheit war alles andere als perfekt, womit die erste Frage – nämlich PAST PERFECT? – schon beantwortet ist. Auch die Antwort auf die zweite Frage – PRESENT TENSE? – lässt sich rasch finden: Ja, die gegenwärtige Situation ist „tense“ im Sinne von „angespannt“. Denn es geht darum, im Hier und Jetzt adäquate Handlungen zu setzen und ein lösungsorientiertes, kreatives Denken an  den Tag zu legen. Die Zukunft muss antizipiert werden: FUTURE NOW! Und dies gilt nicht nur auf die Pandemie bezogen, sondern auch auf die zahlreichen ungelösten Fragen und Probleme, die uns schon vorher intensiv beschäftigt haben und die unsere Zukunft stark beeinflussen werden. Man denke nur an Themen wie Armut und Krankheit, Umweltzerstörung und Klimawandel, globale Krisenherde und die damit einhergehende Instabilität von Wirtschaft und Gesellschaft. Können die jüngsten Trends und Innovationen Antworten darauf geben? Sind die Möglichkeiten rund um die Digitalisierung Teil des Problems oder der Lösung? Welche technologischen Entwicklungen werden den dringlichen Fragen in Sachen Energie, Klimawandel und Nachhaltigkeit gerecht? Wie müssen die Arbeits- und Lernwelten der Zukunft gestaltet sein? Und, und, und … Mit Fragen wie diesen werden Gesellschaften sich  in Zukunft verstärkt beschäftigen müssen.

Wir von in-manas haben bereits begonnen: Für unser Trendlabor, mit dem es möglich ist, die Entwicklungen und Auswirkungen aller relevanten Mega- und Makrotrends auf das eigene Unternehmen und auf Wirtschaft und Gesellschaft zu bewerten, sind unsere Scouts laufend auf der Suche nach Innovationsbeispielen, die die Zukunft „antizipieren“. Und mit vier ausgewählten und „bunt gemischten“ Beispielen aus unterschiedlichsten Bereichen wollen wir mit Ihnen in das neue Jahr starten. Bereit für eine bessere, hoffnungsvolle Zukunft? Dann lesen Sie sich in unser „Kleeblatt“ in Form von vier Innovationen ein.


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Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

 MEHR  ERFAHREN


 

FUTURE.NOW!
 

LANDWIRTSCHAFT & STÄDTE  4.0
Vertical Farming im großen Stil in Kopenhagen

Kunstlicht, Roboter, flüssige Nährstofflösungen – Vertical Farming in Großtechnologie. Am Stadtrand des dänischen Kopenhagens wird nun eine der größten Kultivierungsanlagen der Welt ihren Betrieb aufnehmen. Täglich sollen hier zwischen zwei und drei Tonnen Salat und Kräuter produziert werden. Auf 7.000 Quadratmetern Fläche und 14 Etagen stehen die Pflanzenbehälter in einer Art Lagerhalle. Hier werden Rucola, Minze, Basilikum und weitere Salatarten und Gewürzpflanzen herangezogen. Sie werden mittels Hydroponik gezüchtet – ohne Erde, die Pflanzenwurzeln werden direkt mit Nährstoffen für schnelles Wachstum versorgt. LED-Leuchten ersetzen das Sonnenlicht. Kameras und Sensorensysteme überwachen den Wachstumsprozess sowie die Zufuhr der Nährstoffe – falls etwas nicht nach Vorgabe läuft, wird gewarnt und reagiert. Düngemittel und Pestizide sind überflüssig; der Wasserverbrauch ist übrigens ein geringerer als sonst üblich für die Pflanzenaufzucht. Für das Ernten oder Anpflanzen neuer Setzlinge werden Roboter eingesetzt, die sich auf Metalltrassen bewegen. Der Stromverbrauch wird für die Farming-Anlage als recht hoch eingeschätzt; dieser soll jedoch ausschließlich aus erneuerbaren Energien, also aus Solar- oder Windkraftanlagen, kommen. [1]

WOHNEN 4.0
Alte Wohnviertel kostengünstig energieneutral aufstellen

Für Neubauten werden oft Begriffe wie Energieneutralität oder Plusenergiehaus werbewirksam ins Feld geführt. In den Niederlanden hat nun ein interdisziplinäres Forschungsteam dargelegt, dass es kein Hexenwerk sein muss, auch alte Gebäude und sogar ganze Siedlungen in energieneutrale Bereiche zu verwandeln: Mit einem in den 1930ern entstandenen Quartier von Haarlem als Referenzadresse wurde ein Konzept entwickelt, anhand dessen sich ein ganzer „Kiez“ autark beheizen lässt. Entscheidende Komponenten sind Wärme sowie Elektrizität erzeugende Solarkollektoren auf den Dächern der Gebäude, die über ein Niedrigtemperaturnetz mit einem System unterirdischer Wärmespeicher verbunden sind. Sie versorgen die Häuser mit Warmwasser und beheizen bzw. kühlen sie zugleich (je nach Jahreszeit), ohne dass separate Energieträger nötig sind. Im Sommer wandert überflüssige Wärme in die Speicher, im Frühling und Herbst nutzt man Wärme vom Dach wie auch aus dem Keller, und im Winter decken überwiegend die Speicher den Bedarf. Im Rahmen des Projekts wurden unter anderem Kalkulationen für die erforderliche Zahl an Solarpanelen je Haus erstellt, und es wurde ermittelt, wie alle Komponenten für eine stabile Versorgung aufeinander abzustimmen sind. Nicht zu verachten ist auch der Kostenaspekt: Bereits nach wenigen Jahren soll sich die Investition amortisiert haben, und auf lange Sicht fallen dann lediglich Wartungskosten an. Gas und Öl sind dabei von Anfang an passé. [2]
 

REISEN 4.0
Carbonneutrales, langsames Reisen in Südostasien

Den aktuellen Empfehlungen des Weltklimarates nach sollen die weltweiten Emissionen an Kohlenstoff bis 2030 auf 55 Prozent des Niveaus von 2017 gesenkt werden, um den Klimawandel zu drosseln. Der asiatische Reiseanbieter Khiri Travel hat sich jetzt mit ClimateCare zusammengeschlossen, einem Profi in Sachen nachhaltiger Entwicklung und Klima in der Tourismusbranche. So werden die CO2-Emissionen, die durch Khiri-Travel-Reisende, aber auch den eigenen Betrieb entstehen (bei Pendelverkehr oder Geschäftsreisen der Mitarbeiter), vollständig kompensiert. Der Veranstalter bietet sieben asiatische Reiseziele an. Pro Reisetag und Person zahlt Khiri Travel eine Gebühr von 1,50 US-Dollar – so werden die gesamte Route, die Unterkünfte, die Aktivitäten und der Transport der Besucher ausgeglichen. Das Geld geht an ClimateCare zur Unterstützung regional initiierter Klimaschutzprojekte. So sollen das Umweltmanagement verbessert und die möglicherweise negativen Auswirkungen durch den Reisetourismus auf die besuchten Regionen verringert werden. Abgerundet wird dieses Kompensationsprogramm von einem neuen Angebot: Slow Travel. Die Gäste werden hier generell per Zug, Auto oder Boot transportiert, Regionalflüge strikt vermieden. Ziel ist eine erhebliche Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks der Reisenden, ergänzt von der Möglichkeit, ganz in die Region einzutauchen und sich bewusst darin zu bewegen. [3]

STROMKONSUM 4.0
Stromsparende Straßenbeleuchtung: das Glühwürmchen-Prinzip bei Bäumen anwenden?

Immer wieder schauen wir uns schlaue Lösungsansätze von der Natur ab und übertragen sie auf die Technik. Das älteste und berühmteste Beispiel ist wohl Leonardo da Vincis Idee, den Vogelflug auf Flugmaschinen zu übertragen. Was können wir aber von Glühwürmchen lernen? Richtig: das Prinzip, „von sich aus“ zu leuchten – auch als Biolumineszenz bekannt. Und dieses Prinzip soll nun auf Bäume übertragen werden, um in Zukunft auf „klassische“ Straßenbeleuchtungen verzichten zu können, die immerhin ein Fünftel des weltweiten Stromkonsums ausmachen. Die größte Herausforderung für die Wissenschaftler? Die Pflanzen müssen zwischen Tag und Nacht unterscheiden können, um nur abends zu leuchten. Es musste also eine Art „sehende“ Pflanze gezüchtet werden. Nach jahrelanger Forschungsarbeit ist es nun gelungen, den Bäumen genau diese „Sehfähigkeit“ zu „verleihen“. Dafür haben Wissenschaftler aus Deutschland und den USA die entsprechenden Gensequenzen der Glühwürmchen im wahrsten Sinne des Wortes in die Zellen der Bäume „eingepflanzt“. Auch in den neuen Zellen veranlassen die Erbinformationen die Bildung von zwei Enzymen – konkret von Luciferin und Luciferase –, die im Team als „biologischer Lichtschalter“ fungieren. Das eine Enzym ist der Leuchtstoff, das andere aktiviert diesen. Was sich in der Theorie vielversprechend anhört, muss in der Praxis noch zahlreiche Hürden nehmen. Vor allem aber müssen noch viele ethische Fragen beantwortet werden: Dürfen wir in die genetischen Baupläne von Lebewesen eingreifen, nur damit wir unsere Städte beleuchten können? Was geschieht mit den Organismen in den Bäumen, wenn sie in einer leuchtenden Umgebung leben? Und was ist, wenn diese Pflanzen sich vermehren? Leuchtet dann alles unkontrolliert? Bis die vollbiologische Straßenbeleuchtung praxisreif sein wird, werden wohl noch einige Jahre ins Land ziehen. [4]

 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viele „erhellende Momente“ im neuen Jahr – sowohl in Form von erfreulichen Ereignissen als auch in Form von „Geistesblitzen“ für innovative und vor allem nachhaltige (!) Lösungsansätze. Gerade das letzte Beispiel zeigt nämlich auch, dass wir systemisch und holistisch denken müssen, um nicht mit „Scheinlösungen“ neue Probleme hervorzurufen. 

Doch wir bleiben zuversichtlich und versuchen die Zukunft weiter zu gestalten – und zwar im Hier und Jetzt. Ganz nach dem Motto: Future now!

Ihr in-manas-Team

II


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