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New Work & Virtual Reality

Frau, die eine VR-Brille trägt und mit einem Hologramm interagiert

Sabine Kumetz auf den Spuren des Megatrends „Virtualisierung“


Wie Sie in Ihrem Unternehmen für virtuellen Drive und grenzüberschreitende Zusammenarbeit sorgen können


Virtual Reality – vielen Menschen lediglich aus dem Bereich Unterhaltungselektronik bekannt – wird immer mehr zu einem zentralen Werkzeug in unseren Arbeitswelten. Neben dem erfolgreichen Einsatz in der Medizin und Therapie, über den wir in unserem vorigen Virtualisierungsbeitrag berichtet haben, tun sich zahlreiche Möglichkeiten und Potenziale in vielen weiteren Branchen auf. Vor allem in Sachen „New Work“ zeichnen sich vielversprechende Ansätze ab, die völlig neue Formen der Kollaboration ermöglichen und für ein effizienteres und effektiveres Miteinander über Ländergrenzen hinweg sorgen. Doch bevor wir in die einzelnen Innovationsbeispiele eintauchen, gehen wir noch auf eine kleine VR-Exkursion, die Ihnen sozusagen grundlegende Einblicke, aber auch futuristische Ausblicke verschaffen soll.


Vielleicht fragen Sie sich, was Sie alles benötigen, wenn Sie in Ihrem Unternehmen für virtuellen Antrieb sorgen wollen? Auf alle Fälle Ausgabegeräte wie VR-Headsets oder VR-Brillen, damit Ihren Mitarbeitern zwei Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven übermittelt werden können, wodurch ein räumlicher Eindruck entstehen kann. Die Interaktion mit virtuellen Inhalten erfolgt wiederum mithilfe spezieller Eingabegeräte – beispielswiese mit einer 3D-Maus oder einem Datenhandschuh. Manchmal kommen sogar Laufbänder zum Einsatz, damit das Gefühl von echtem Gehen entstehen kann. 

Wem die Sache mit den Ein- und Ausgabegeräten zu aufwendig oder zu komplex erscheint, der kann auf zukünftige Entwicklungen hoffen: Wissenschaftler der University of Sussex arbeiten nämlich aktuell daran, virtuelle Objekte auch ohne Geräte – also mit dem bloßen Auge – sichtbar zu machen, und zwar mithilfe von Ultraschall und farbigen Partikeln, die dafür sorgen sollen, dass die erzeugten Hologramme ohne zusätzliches Empfangsgerät in der Luft erscheinen. Die Ultraschallwellen werden dabei so gelenkt und gebündelt, dass die Projektionen in Zukunft sogar gehört und gefühlt werden können, indem weitere Reize erzeugt werden, beispielsweise direkt auf der Haut. Star Wars lässt grüßen. [1]

Bis es schlussendlich dazu kommt, werden vermutlich noch einige Entwicklungs- und Forschungsjahre vergehen. Doch dass die virtuelle Realität – ob mit oder ohne Ausgabegerät – bereits jetzt ein sehr wichtiges Werkzeug in den Arbeitswelten von heute und morgen ist, zeigen uns die folgenden Anwendungsbeispiele aus unterschiedlichen Branchen. 

 


Kollaboratives Arbeiten im virtuellen Konferenzraum


Einmal kurz auf die andere Seite der Welt beamen, um dort gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten: Die virtuelle Kollaborationsplattform von Spatial macht es (fast) möglich. Durch 2D-Avatar-Hologramme der einzelnen Projektmitarbeiter bekommt man das Gefühl, als wären alle gemeinsam in einem Raum. Mit einfachen Fingergesten kann man unterschiedliche AR- und VR-Visualisierungstools bedienen und relevante Inhalte überall im Raum einblenden. Die nahtlose Einbindung aller Geräte ermöglicht das einfache Teilen von Bildern, Videos, Dokumenten, 3D-Modellen etc. Weitere Features wie ein 3D-Webbrowser, visualisierte Ideen und die anschließende Speicherung des gesamten Meetings mit all seinen Inhalten macht Spatial zu einer Art „kollaborativem Computer“. Die Teilnahme an der virtuellen Konferenz kann über HoloLens, Quest oder MagicLeap, aber auch ohne VR-Brille direkt über den PC oder ein Smartphone erfolgen. [2]

 


VR-Stift verspricht äußerst präzise Designarbeit


Massless arbeitet an einem Stift, der in Kombination mit VR-Brille und tischbasiertem Tracker zum präzisesten Gerät für immersives Design wird. Die Ausstattung des „Massless Pen“ umfasst ein reaktionsschnelles Touchpad, eine Hochleistungsbatterie, eine Bluetooth- und USB-C-Schnittstelle und zusätzliche Funktionen wie Oberflächenabtastung und haptisches Feedback. Der Stift verspricht eine naht- und grenzenlose Einbindung in den Arbeitsablauf: Egal ob in 2D, in 3D, in der Luft, auf dem Schreibtisch, mit VR oder ohne VR als gewöhnlicher Tablet-Stift – der Pen lässt sich äußerst vielfältig einsetzen und ist kompatibel mit Windows, Linux oder Mac. Das intuitive Eingabegerät ist für Design und Technik konzipiert und vor allem für Ingenieure und Designer in den Bereichen Bauwesen, Architektur, Automobil und Unterhaltung gedacht. [3]

 


Virtual-Reality-Brille als wichtiges Forschungswerkzeug der NASA


VR und AR können laut NASA einen großen Nutzen in den Bereichen Astronomie und Ingenieurwesen bringen. Ingenieure am Goddard Space Flight Center der NASA haben mithilfe von VR eine astronomische Simulation erstellt, welche die Bahnen, Positionen und Geschwindigkeiten aller Sterne in 3D darstellt. Auf diese Weise können Sterne neu gruppiert und klassifiziert werden und neue Erkenntnisse zur Entstehung der Galaxie gewonnen werden. Die Werkzeuge, die bisher zur Erforschung verwendet wurden, sind sehr veraltet und sollen grundlegend von den virtuellen, animierten 3D-Sternkarten abgelöst werden. Marc Kuchner, einer der Mitarbeiter, ist davon überzeugt, dass die VR-Brille als Forschungswerkzeug zur Grundausstattung jedes Astrophysikers gehören sollte. [4]



Angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich die VR-Technologie entwickelt, kann man gespannt sein und bleiben ... Wir tauchen jedenfalls weiterhin für Sie in virtuelle Welten ein, um Ihnen zu zeigen, welche hilfreichen VR-Anwendungen reale Auswirkungen auf unser Leben haben könnten.

Sabine und das in-manas-Team

II

 


QUELLEN UND LESETIPPS

[1] Nutzer können Hologramm fühlen und mit bloßem Auge sehen

[2] Spatial - Collaborate from Anywhere in AR

[3] The Massless VR Pen

[4] NASA finds real uses for VR and AR in astronomy and engineering

 


HINWEIS IN EIGENER SACHE

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Die Autorin

Foto: Sabine Kumetz
Sabine Kumetz
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Die Musikwissenschafterin ist „vielsaitig“ - nicht nur, weil sie die Saiten ihrer Gitarre sehr gut beherrscht, sondern auch, weil sie bei in-manas ihre „multimedialen“ Interessen präzise zum Einsatz bringt. Immer wieder begibt sich Sabine im Rahmen ihrer Tätigkeit als Innovationsscout auf die Suche nach den neuesten „Hits“ für unseren Innovationskompass, die wir Ihnen auszugsweise auch in dieser Form vorstellen. Dabei konzentriert sie sich auf die Megatrends „Virtualisierung“, „Transhumanismus“, „Datentechnologien“ und „Digital vernetzte Produkte, Angebote & Services“. Aber auch „Medizin, Gesundheit & Selbstoptimierung“ liegen ihr am Herzen.