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Mit „SmartHoming“ gegen dicke Luft?

Frau mit Smart Tablet in der Hand

Marika Mochi auf den Spuren von Innovationen rund um den Megatrend „Digital vernetzte Produkte, Angebote und Services“
 

Wie man mit smarten Technologien in jeder Hinsicht für ein besseres „Klima“ in den eigenen vier Wänden sorgen kann 


Das Coronavirus sorgt für „dicke Luft“: in jeder Hinsicht. Vor allem, weil viele von uns sehr viel Zeit zu Hause – oft auf engstem Raum – verbringen müssen: Homeoffice in Kombination mit Homeschooling oder -studying stellt uns vor große Herausforderungen. Gepaart mit zu wenig Frischluft und Bewegung kann das durchaus auf die Stimmung schlagen. Marika Mochi, unter anderem als Innovation Scout bei in-manas tätig, hat sich für uns auf die Suche nach Innovationen begeben, die dem entgegenwirken können. Und so manche smarte Lösung klingt vielversprechend, sowohl in Bezug auf das Raum- als auch auf das soziale Klima. Mit „SmartHoming“ gegen den Homeoffice- und Homeschooling-Blues? Lust auf eine „smarte Session“, die zeigt, wie man „dicker Luft“ nicht nur im übertragenen, sondern auch im wörtlichen Sinn begegnen könnte?



DICKE LUFT IM ÜBERTRAGENEN SINN BEKÄMPFEN:

Das soziale Klima

 

Aktivitätslevel steigern mit Gamification

Laut aktuellen Zahlen gelten 16 Prozent der erwachsenen Deutschen als fettleibig, weitere 53 Prozent haben Übergewicht. Experten warnen vor den gesundheitlichen Folgen des Lockdowns, der fehlenden Bewegung, egal ob für Homeoffice-Arbeiter, Homeschooling-Schüler oder -Student. Das Münchener Start-up Fun with Balls setzt daher auf digitalen Bewegungsspaß aus der Konsole. Mit dem virtuellen Trainer, der auf Gamification abzielt, sollen vor allem Familien angesprochen werden. Die Mixed-Reality-Sport- und Spielekonsole Limbic Active wird direkt an die Wand montiert. Über Sensoren werden die Körperbewegungen der Spieler bzw. des Spieleequipments verfolgt – so kann bspw. die Anmutung eines echten Squash-Spiels erschaffen werden. Etwa 30 Spiele-Apps bieten eine breite Auswahl für Spiel- und Bewegungswütige. Auch Fitness- oder Yogaklassen sollen das Angebot bald vervollständigen. Dennoch geht es dem Entwickler nicht um ein reines Fitnessprodukt; ihm ist gerade der spielerische Aspekt wichtig – er will den Spieltrieb im Menschen ansprechen. Somit ist die Zielgruppe auch recht groß: Vom Kleinkind bis hin zum Profisportler sind alle dabei. [1]
 

Sport frei für den digitalen Personal Trainer für zu Hause

Fitness-Studio geht auch daheim in den eigenen vier Wänden. Was man dazu braucht? Platz und den smarten Fitness-Spiegel Vaha. Gesteuert wird er über einen Touchscreen. Und sein Angebot an Fitness-Einheiten ist endlos: Ob Yoga, Boxen, Kraft- oder Ausdauertraining – der Nutzer findet sicherlich seine bevorzugte Sportart für das Home-Workout. Natürlich kann man sich auch direkt und live mit einem virtuellen Personal Trainer unterhalten oder mit diesem eine sportliche Einheit absolvieren. Motion Tracking an 26 Punkten des Körpers ermöglicht eine Bewegungsanalyse, welche unmittelbar live als Feedback an den Sportler ausgegeben wird. Man kann wählen zwischen einem Angebot von Kursen aus der Bibliothek oder direkt in einem Live-Kurs zu festen Uhrzeiten zusammen mit anderen Teilnehmern trainieren. Zielgruppe sind Eltern, die keine Zeit für den Gang ins Fitness-Studio finden, bzw. auch ländlich wohnende Sportbegeisterte, die kein passendes Angebot im unmittelbaren Umkreis finden. Auch die Zeiten des Lockdowns haben die Nachfrage nach dieser Art Fitness-Gadgets für den Heimgebrauch erhöht. [2]

 


Kurze „Atempause“ und Zwischeninfo

Mit unserem Innovationskompass können Sie direkt auf unsere smarte Datenbank zugreifen, die mehrere tausend Beiträge zu Innovationen über sämtliche Branchen hinweg bereithält und täglich aktualisiert wird. Dadurch bleiben Sie „up to date“ und können sich jederzeit und überall über Ihr Mobile Phone oder Ihren Computer für Ihre Arbeit inspirieren lassen.

MEHR ERFAHREN 



DICKE LUFT  IM WÖRTLICHEN SINN BEKÄMPFEN:

Das Raumklima

 

Raumklima ganz einfach optimieren

Ein gesundes, ausgeglichenes Raumklima ist nicht nur wichtig, um sich wohlzufühlen. Eine niedrige Schadstoffkonzentration in der Raumluft lässt Büroangestellte leistungsfähiger sein, was ebenso für Schüler und Lehrer gilt. Ausreichend Sauerstoff verbessert den Schlaf und das Risiko, an Asthma oder Allergien zu erkranken, wird verringert. Dieser Zeit verbringt der Durchschnittsmensch bis zu 90 Prozent seines Alltags in Innenräumen. Und jeder Mensch atmet unfassbare 11.000 Liter Luft pro Tag. Der neu entwickelte Sensor für das Raumklima, AirBird, misst CO2-Gehalt, Feuchtigkeit und Temperatur im Raum – und das geschieht alle paar Minuten. Der Sensor wurde in Form und Funktionalität an Kanarienvögel angelehnt – an die, die in Bergwerken die Bergleute vor toxischen Gasen gewarnt haben. So lösen zu hohe Werte in den Echtzeit-Messungen des Kohlendioxidgehaltes der Luft das Zwitschergeräusch eines Vogels aus. Zeitgleich blinkt ein Licht. Nun ist es am Menschen, zu reagieren: Fenster öffnen, andere Belüftungstechnik in Betrieb nehmen oder den Raum wechseln. Der Vogel in japanischer Origami-Tradition designt ist einfach zu bedienen, er funktioniert per Batterie und ist sofort für den Einsatz bereit. [3]

Smarter Hydroponik-Garten säubert die Luft

Luft erfrischen und säubern ganz natürlich – und das funktioniert im ganzen Haus bzw. in Innenräumen wie Büros. Basierend auf hydroponischer Kultur erhält und pflegt sich der smarte Garten im Kleinformat selbst. Respira kann mit seinem Behälter an die Wand gehängt oder auf verschiedene Arten, mit oder ohne Fuß, geschlossen oder geöffnet, aufgestellt werden. Man braucht etwa zehn Minuten, um die kleine Naturanlage in Betrieb zu nehmen – und dann sind die Prozesse der direkt eingebauten Selbstversorgung mit Wasser, Nährstoffen und Beleuchtung schon in Gang gesetzt. Das System zum Luftsäubern funktioniert also auch ohne grünen Daumen. Über eine App, aber auch einen automatisierten Controller mit Touchscreen kann man Wassertemperatur, Wasserlevel, Lufttemperatur, Feuchtigkeit und die TVOC-Level für die Qualität der Luft prüfen. Bisher gibt es für die Begrünung des Gartens drei Kits im Angebot. „Tropical“ kommt mit Regenwaldpflanzen mit großen grünen Blättern, „Vibrant“ hingegen zeigt sich mit Pflanzen mit farbenfroh leuchtenden Blüten. Vor allem die freiliegenden Wurzeln absorbieren die schädlichen Gifte aus der Raumluft und verbessern das Klima. Der Gärtner muss lediglich alle zehn Tage das Wasser und alle sechs Monate die Nährstoffe nachfüllen. Der Behälter ist – passend zum Gesamtkonzept – ganz umweltfreundlich aus Bambus und nachhaltigem ABS-Kunststoff gemacht. [4]


In diesem Sinn dürfen wir Ihnen viel „Kampfgeist“ wünschen, um die dicke Luft zu vertreiben, damit trotz der schwierigen Zeit viele „luftige“ Momente das Leben erleichtern können. Und vielleicht konnten wir dem einen oder anderen Unternehmen Inspirationen für ein paar smarte Lösungen bieten. Smart Home, Smart Buildung und Smart Cities werden jedenfalls auch in Zukunft zunehmend an Bedeutung gewinnen, unabhängig von Corona. Wir bleiben für Sie „dran“.

Marika und das gesamte in-manas-Team


II

Quellen und Lesetipps:

Die Autorin

Foto: Marika Mochi
Marika Mochi
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Die Korrektorin und Lektorin Marika Mochi ist vielseitig unterwegs: Außerhalb ihres für Sprachen (Deutsch, Englisch, Niederländisch, Italienisch) ausgeprägten Faibles ist die in der Toskana lebende studierte Kunsthistorikerin unter anderem auch für in-manas als Innovationsscout tätig. Hier spürt sie laufend aktuellen Trends und Innovationen nach, die in unseren Innovationskompass münden und die wir Ihnen auszugsweise hier in dieser Form immer wieder vor Augen führen.