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in-sights: the future of management

Womanomics − Gender Shift@Work

AUS DER SERIE GENDER SHIFT – IN-SIGHT 1

 

Warum die Zukunft weiblich ist


Der Gender Shift betrifft uns alle, denn zweifelsohne hat die Tatsache, ob jemand als Mann oder Frau geboren wird und aufwächst, noch nie weniger darüber ausgesagt, wie Biografien verlaufen werden. „Sex ist biologisch. Geschlecht ist kulturell.“



Damit bringt der amerikanische Schriftsteller Jeffrey Eugenides in seinem Roman „Middlesex“ (2002) eine Kernaussage der Genderforschung auf den Punkt. Für das Werk, in dem er die Identitätsfindung seiner intersexuellen (wie schon der Titel signalisiert!) Hauptfigur beschreibt, erhielt Eugenides 2003 den Pulitzer-Preis. [1]

Die radikale Veränderung weg vom klassischen Frau/Mann-Schema sorgt für einen Wandel auf allen Ebenen der Gesellschaft. Neue Freiheiten tun sich auf, es entsteht eine Kultur des Pluralismus, getragen vom starken Ich. Diese Transformation dringt auch in die Arbeitswelt vor und sorgt dort – wie immer, wenn sich das Leben der Menschen stark verändert – für neue Chancen und Möglichkeiten.

Gender Shift ist eine Entwicklung, die keineswegs nur Frauen betrifft, sondern mindestens ebenso stark Männer – und alle Menschen, die aus dem Männchen-Weibchen-Schema ganz herausfallen.[2] 

Die Rolle der Frau wird neu beantwortet

Mittlerweile wird die Frage nach der Rolle der Frau in Wirtschaft und Gesellschaft nicht mehr moralisch, sondern vor allem ökonomisch beantwortet. Arbeitskraft und Intelligenz von Frauen werden in Unternehmen immer öfter gleichwertig eingesetzt, und auch die Stimmen der Frauen als Kundinnen werden ernst genommen. Dass das alles nicht nur einem Gerechtigkeitssinn folgt, sondern auch Profitabilitätszwecke hat, kann nicht geleugnet werden. Fakt ist jedoch, dass die gläserne Decke langsam leichte Risse bekommt – Quote hin oder her. Frauen finden immer öfter den Weg in die oberen Reihen von Unternehmen und das zu Recht. [3]

 

Noch nie waren Frauen so gut ausgebildet wie heute

In Deutschland haben junge Frauen doppelt so häufig einen Hochschulabschluss wie die Generation ihrer Mütter. Es geht sogar so weit, dass mehr Frauen zwischen 30 und 34 Jahren einen Hochschulabschluss haben als Männer im selben Alter. [4] Und das ist nicht nur in Deutschland der Fall, auch in anderen Ländern der Welt sind Frauen die klaren Bildungsgewinner.

Der „UNESCO World Atlas of Gender Equality in Education“ zeigt klare Vorteile für Frauen im tertiären Bildungsbereich, mittlerweile nicht mehr nur in Nordamerika und Westeuropa, sondern auch in Ostasien und dem Pazifikgebiet sowie in Lateinamerika und der Karibik. [5]

 

Auch an der Börse hat „Frau“ einen positiven Einfluss

Eine Studie der Credit Suisse zeigt, dass Frauen im Vorstand den Börsenwert beflügeln. So kann schon eine einzige Frau im Vorstand das Steigen des Aktienkurses bewirken. Das könnte vor allem damit zusammenhängen, dass Frauen eher risikoavers sind und so Unternehmen weniger oft in Notlagen man(frau)övrieren. [6]

Dass eine „weiblichere“ Unternehmenskultur aber noch weitere Vorteile mit sich bringt, zeigt eine Studie aus dem Jahr 2000, für die hunderte US-Unternehmen untersucht wurden. Es erwies sich, dass Organisationen mit umfangreichen familienfreundlichen Strategien aus Konkurrenten-Sicht leistungsfähiger sind als solche, die keine vergleichbaren Strukturen bieten. Schon allein die Ankündigung, familienfreundliche Maßnahmen zu implementieren, ließ die Aktienpreise steigen, so Michelle Arthur, Professorin an der Universität von New Mexico. [7]

Das waren ein paar "kurze und knackige" Argumente, anhand derer man sich förmlich "ausrechnen" kann, warum die Zukunft weiblich sein wird. Wer Zeit und Interesse hat, kann sich mithilfe der unten angeführten Quellen und Lesetipps selbst mehr mit dem Thema "Womanomics" auseinandersetzen.

 

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II


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Die Autorin

Teresa Kier
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Die Wirtschaftswissenschafterin und Kommunikationsexpertin ist laufend "am Puls der Zeit" und veröffentlicht hier regelmäßig "in-sights" zu aktuellen Trends, die Einfluss auf Unternehmen und deren Organisationskultur haben.