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Der Blick in die Zukunft des Managements

Gruppe von Managern mit digitalen Geräten

MANAGEMENT 4.0 & STRATEGY

Franz Bailom im Gespräch mit eco.nova - das andere Wirtschaftsmagazin


Ja, die Corona-Krise hat die Wirtschaft hart getroffen. Und nein, vermutlich wird sich die Normalität von vorher nicht mehr zu hundert Prozent einstellen. Die Industrie erwartet sich als größte Veränderung nach der Krise die Beschleunigung der Digitalisierung in den Unternehmen. In einer gemeinsamen Umfrage von IV, Wirtschaftskammer und Standortagentur wagen die Tiroler Industrieunternehmen einen Blick in die Zukunft.  Interviews dazu können Sie der neuen econova-Ausgabe entnehmen. Franz Bailom - Gründer und Geschäftsführer von in-manas - wurde auch befragt. Hier sehen Sie seinen "Blick" in die Zukunft des Managements, der mit unserem digitalen Strategie- & Management-Assistenzsystem einhergeht.



Herr Bailom, was dürfen wir uns unter digitalen Managementsystemen vorstellen?

FRANZ BAILOM: Digitale Assistenzsysteme finden wir heute fast überall. Mit my in-manas haben wir ein Management-Assistenzsystem entwickelt, das Unternehmen erstmals dazu befähigt, ihre strategische Arbeit digital abzuwickeln. Sie können auf die besten Management-Instrumente, auf Tools zur kollaborativen Lösungsentwicklung sowie auf eine inspirierende Wissens-, Trend- und Innovationsdatenbank zugreifen.

Welche Techniken werden die Welt des Managements revolutionieren?

FRANZ BAILOM: Wie beim Einsatz von anderen Assistenzsystemen geht es auch im Management um die Anwendung bzw. den Zugriff auf das beste Wissen, die aktuellsten Informationen und die geeignetsten Methoden, um Unternehmen und Organisationen erfolgreich führen zu können. Die Digitalisierung ermöglicht Unternehmen den Zugriff auf immer mehr Daten und Informationen (Stichwort: Big Data) sowie eine umfassende Auswertung dieser Informationen über Mustererkennung. Es geht also um die richtigen Rückschlüsse in der jeweiligen Management-Situation. Zudem werden in Zukunft Lösungswege verstärkt von KI – von Künstliche Intelligenz – vorgeschlagen und erleichtern damit den Managementalltag.

Warum brauchen wir diese Unterstützung in der Entscheidungsfindung?

FRANZ BAILOM: Insbesondere durch den Megatrend „Digitalisierung“ kam es in unserer Wirtschaft weltweit zu einer drastischen Erhöhung in Bezug auf Komplexität und Menge an Informationen. Noch nie haben sich Geschäftsmodelle und ganze Branchen so schnell verändert wie heute. Oder anders formuliert: In Unternehmen müssen viel öfter und unter verstärktem Zeitdruck grundlegende Entscheidungen getroffen werden. Für diese Entscheidungen müssen Informationen gesammelt und analysiert werden, es müssen Vorschläge und Optionen erarbeitet und bewertet werden. Dabei unterstützen digitale Assistenzsysteme.

Wie arbeiten die digitalen Assistenten?

FRANZ BAILOM: Sie übernehmen verschiedene Aufgaben. Sie suchen, sammeln und bereiten relevante Informationen für Unternehmen auf – beispielsweise in Form von intelligentem Innovation-Scouting oder von Trendanalysen. Dabei werden Techniken wie Webcrawling, aber auch schon einfache Formen von künstlicher Intelligenz eingesetzt. Weiters bietet ein System wie my in-manas dem Management die Möglichkeit, Wissen, Ideen und Lösungen online auszutauschen und gemeinsam zu bearbeiten, ohne sich real treffen zu müssen. Gerade in der aktuellen Situation kommt dieser Umstand besonders zum Tragen: Eine Strategie – als Reaktion auf Corona – wird online vorbereitet und diskutiert, beliebig viele Manager und Experten können dabei hinzugezogen werden. In einer abschließenden Videokonferenz wird die grundsätzliche Strategie verabschiedet. Bei der detaillierten Ausarbeitung der Strategie kann das System dann wieder eine Anleitung geben und gleichzeitig werden alle Details digital erfasst.

Vielen Dank für das Gespräch!

 

 

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Randbemerkung:

Die gesamte Interviewreihe können Sie in der Ausgabe eco.nova Juni/Juli 2020 nachlesen. eco.nova ist ein unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Wellness, Steuern, Recht, Kulinarium und Lifestyle beschäftigt.