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Das Büro der Zukunft

Arbeitsgruppe im Büro - Kollaboration

in-manas auf den Spuren des Megatrends „Arbeits- und Lernwelten der Zukunft“
 

Vom Arbeitsplatz zum Ort der Begegnung und gelebter Unternehmenskultur?


Beschleunigt durch die Coronakrise, setzen sich zunehmend New-Work-Modelle durch – samt neuen Arbeitsstrukturen und Kollaborationsformen. Remote Work, also ortsunabhängiges Arbeiten, meist im Homeoffice, wurde für viele von uns zum gelebten Alltag. Die damit verbundenen Vorteile führten dazu, dass sich so mancher Mitarbeiter gar nicht mehr vorstellen kann, montags bis freitags einen Nine-to-five-Job am eigentlichen Arbeitsplatz auszuüben. Unternehmen sind daher gefordert, das Büro der Zukunft neu zu denken, wenn sie beim Wettbewerb um Arbeitskräfte mithalten wollen, zumal sich mittlerweile zahlreiche kreative Ansätze auftun.


So gibt es mancherorts ...

  • spannende Alternativen wie Outdoor-Arbeitsplätze auf kleinen Sommerinseln mit kostenlosem WLAN, integrierter Beleuchtung, Steckdosen und Grünpflanzen,
  • die Möglichkeit, mithilfe eines innovativen Leasingmodells die Ausstattung des Büros zu Hause zu professionalisieren, sowie
  • fortschrittliche Arbeitgeber, die sich bereits nach Büroprojekten umsehen, bei denen die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt gestellt werden und die beispielsweise mit Wellness- und Yogaräumen, Teeküchen, Gemeinschaftsgärten, Terrassen und Cafés aufwarten. 

Lassen Sie sich anhand von drei Beispielen aus unserem Innovationskompass für die neue Arbeitswelt inspirieren!


Kostenlose Working-Spaces gegen die Vereinsamung

Dieses Arbeiten im Heim-Office hat eine Menge Vorteile, ohne Frage. Diese wiegen so viel, dass auch nach dem Ende des Lockdowns viele Angestellte die Vorzüge des Homeoffice weiterhin genießen werden. Zeitgleich hat dieses Arbeiten daheim einen isolierenden Effekt. Immer nur die eigenen vier Wände zu sehen, ohne Chance auf einen sozialen Austausch oder ein menschliches Gegenüber, macht auf Dauer einsam. Genau für die Heimarbeitenden, die den Kontakt suchen, bietet die Stadt Montreal 23 kostenfreie Outdoor-Arbeitsplätze an. Diese kleinen Sommerinseln mit Namen Îliots d’été verfügen über kostenloses WLAN, integrierte Beleuchtung, Steckdosen und sogar Grünpflanzen. Hier gibt es Platz für zwei, nach den Vorgaben des Social Distancing, oder sechs Arbeitende in normaler Entfernung. Die Kabinen aus Aluminium und Holz sind ausschließlich aus nachhaltigen Materialien hergestellt. Mit den Arbeitsstationen inmitten der Stadt wird nicht nur der urbane Raum revitalisiert, auch das geistige und emotionale Wohlbefinden der Menschen, die sich hier zum Arbeiten zusammenfinden, werden gefördert. Perspektivisch sollen bei Erfolg des Konzeptes noch mehr Sommerinseln in der Stadt zur Verfügung gestellt werden. [1]


Ergonomische Möbel fürs Homeoffice zur Miete

Die eigenen vier Wände wurden in den vergangenen anderthalb Jahren für viele zum täglichen Arbeitsplatz. Doch wohl nur die wenigsten waren einrichtungstechnisch darauf vorbereitet. Und so kam es bei manch einem zu Rückenschmerzen oder anderen gesundheitlichen Problemen. Eine adäquate Büroeinrichtung selbst zu kaufen, ist für viele der Betroffenen allerdings unerschwinglich. Lukas Schlund – der Gründer von Nuwo – hat sich daher eingehend mit dem Thema Büromöbel auseinandergesetzt und ein Leasingmodell entwickelt, das die Ausstattung im Homeoffice professionalisieren soll. Das Konzept ist simpel: Angestellte können sich im Onlineshop aus einer ganzen Reihe von ergonomischen Sitz- und Schreibtischmöbeln, Leuchten und Rollcontainern ihre Ausstattung fürs häusliche Büro zusammenstellen und über den Arbeitgeber leasen. Das Equipment wird dann – sofern der Arbeitgeber zustimmt – von den regionalen Nuwo-Vertragspartnern an die jeweilige häusliche Adresse geliefert und auch aufgebaut. Der Start-up-Gründer ist überzeugt, dass seine Idee vom „Homeoffice as a Service“ auch künftig großes Potenzial aufweist, da viele Unternehmen „Remote Work“ auch nach der Pandemie beibehalten oder sogar ausbauen werden. [2]


Büroprojekt der Zukunft stellt Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt

Eines hat die Coronapandemie wohl deutlich gezeigt: Starre Arbeitsmodelle sind passé – Formen von New Work bestimmen zunehmend unseren beruflichen Alltag. Aber wie kann das ideale New-Work-Modell der Zukunft aussehen? Das Berliner Start-up Contentful gibt darauf eine Antwort, indem es das zukunftsweisende Konzept nun in eine architektonische Form gießt. Mitten im Berliner Brunnenviertel entsteht ein transparentes, frei bespielbares, mit neuester Technik ausgestattetes Bürogebäude. Über 8.000 Quadratmeter bieten Platz für circa 380 arbeitende Menschen, deren Bedürfnisse im Gebäudekonzept die zentrale Rolle spielen. Frei disponierbare Schreibtische für flexibles Arbeiten und sogenannte Nap Pods für erholsame Pausen sind da nur zwei Beispiele für das breite Spektrum an Ideen. Um ihre Kreativität zu fördern, wird den dort Arbeitenden ein Umfeld zum Wohlfühlen geboten: Wellness- und Yogaräume, Teeküchen, ein Gemeinschaftsgarten, eine Terrasse und ein Café laden zu entspanntem und anregendem Zusammensein ein. Eltern-Kind-Zonen, Wasch- und Gebetsräume und sensible Lichtkonzepte spiegeln die Vielfalt der Bedürfnisse. Große, interaktiv benutzbare Whiteboards, sogenannte Miro Walls, bieten internationalen Teams die Möglichkeit, sich virtuell zusammenzufinden und gemeinsam an Ideen zu arbeiten. Mit dem Einsatz nachhaltiger Materialien, der Bevorzugung lokaler Anbieter und intelligentem Müllmanagement kommt auch der Gedanke der Nachhaltigkeit nicht zu kurz. Das Konzept rückt die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt, damit diese ihre Potenziale bestmöglich entfalten können. [3]

Nun, wir denken nicht, dass Sie Ihren Mitarbeitern zwangsläufig Arbeitsinseln im Freien oder Wellness- und Yogaräume zur Verfügung stellen müssen, damit sie Ihnen erhalten bleiben. Aber Sie sollten definitiv darüber nachdenken, mit kreativen Ansätzen mehr Raum für Co-Creation und Co-Working sowie für zwischenmenschliche Beziehungen und eine echte Unternehmenskultur zu schaffen. Die aktuellen Arbeitsstrukturen mitsamt den in Stein gemeißelten Präsenzzeiten scheinen in dieser Form nicht mehr zukunftsfähig zu sein. Wir können uns jedenfalls nur den Worten des Zukunftsinstituts anschließen: [4]

Das Büro der Zukunft ist der Ort, an dem Unternehmenswerte gelebt werden, an dem Wir-Gefühl entsteht und an dem gemeinsam Neues geschaffen wird. 


In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Inspiration für die Schaffung Ihres neuen Ortes der Begegnung und der gelebten Unternehmenskultur.

II

QUELLEN UND LESETIPPS

[1] Concepts, campaigns and companies worth tracking. Selected by our experts, delivered daily.
[2] Diese Leasing-Idee sorgt für gesundes Arbeiten im Homeoffice
[3] Im Brunnenviertel entsteht ein New Work Office der Zukunft
[4] Zukunftsinstitut: Megatrend New Work


SCHON GEWUSST?

Mit dem in-manas-Trendradar können Sie die Entwicklungen und Auswirkungen aller relevanten Mega- und Makrotrends auf Ihr Unternehmen im Kontext von Wirtschaft und Gesellschaft bewerten. Arbeiten Sie mit beliebig vielen Personen – orts- und zeitunabhängig – auf virtuellen Pinnwänden gezielt an den unterschiedlichsten Frage- oder Problemstellungen, ganz im Sinne von Open Innovation und New Work. Laden Sie Mitarbeiter, externe Kunden oder Experten zur Lösung einer konkreten Problemstellung ein. Die Teilnehmer können jederzeit eigene Vorschläge auf der virtuellen Pinwand posten und die Lösungsvorschläge anderer Teilnehmer bewerten.

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